Steilkurs Kostenlose Vorschau
Kosten und Planung

Homepage-Baukasten oder Agentur?

Ein Baukasten verspricht die eigene Website an einem Wochenende. Eine Agentur verspricht mehr Anfragen. Beides kann stimmen. Wir vergleichen ehrlich, was wann besser passt, auch wenn wir selbst eine Agentur sind.

  • 7 Min. Lesezeit
  • Steilkurs-Redaktion
Inhalt12 Abschnitte
  1. Was ein Homepage-Baukasten ist
  2. Wann ein Baukasten die richtige Wahl ist
  3. Wo ein Baukasten an Grenzen stößt
  4. Was eine gute Agentur anders macht
  5. Die ehrliche Kostenrechnung
  6. Baukasten und Agentur im Vergleich
  7. Woran Sie eine gute Agentur erkennen
  8. Drei Beispiele aus dem Alltag
  9. Wenn Sie später wechseln wollen
  10. Es gibt auch Mischformen
  11. Fünf Fragen für Ihre Entscheidung
  12. Unser Vorschlag: Vergleichen Sie direkt

Was ein Homepage-Baukasten ist

Baukästen wie Wix, Jimdo, Squarespace oder die Website-Angebote großer Hoster sind Komplettpakete: Sie zahlen eine monatliche Gebühr und bekommen Vorlagen, einen Editor zum Zusammenklicken, das Hosting und meist auch eine Domain. Für Online-Shops gibt es spezialisierte Systeme wie Shopify.

Moderne Baukästen sind technisch deutlich besser als ihr Ruf. Sie bringen verschlüsselte Verbindungen, Vorlagen für das Handy und Grundfunktionen für Google mit. Die Frage ist deshalb weniger, ob ein Baukasten funktioniert, sondern ob er zu Ihrem Ziel und zu Ihrer Zeit passt.

Wann ein Baukasten die richtige Wahl ist

Ein Baukasten passt gut, wenn

  • Sie gerade gründen und erst einmal mit einer einfachen Visitenkarte im Netz starten wollen,
  • das Budget sehr knapp ist und Sie lieber Zeit als Geld investieren,
  • Sie Freude daran haben, selbst zu gestalten und zu schreiben,
  • die Website nur wenige Seiten braucht und Neukunden vor allem über Empfehlungen kommen,
  • oder es um ein Projekt auf Zeit geht, etwa eine Veranstaltung oder einen Verein.

Ein Beispiel: Eine Kosmetikerin, die gerade startet und ihre Kundinnen vor allem über Instagram und Empfehlungen gewinnt, kommt mit einem Baukasten zunächst gut zurecht. Sobald sie über Google gefunden werden und Termine online vergeben möchte, etwa bei der Suche nach „Kosmetikstudio“ und ihrem Stadtteil, ändern sich die Anforderungen. Spätestens dann lohnt ein Blick auf eine Website, die dafür gebaut ist. Eine kostenlose Vorschau zeigt, wie das aussehen kann, ohne dass sie sich festlegen muss.

Wo ein Baukasten an Grenzen stößt

Ihre Zeit

Der Baukasten nimmt Ihnen die Technik ab, nicht die Arbeit. Struktur planen, Texte schreiben, Fotos auswählen und bearbeiten, Seiten für Google aufbereiten, Rechtstexte einbinden: Das alles bleibt bei Ihnen. Für eine ordentliche Website mit mehreren Leistungsseiten kommen schnell mehrere Arbeitstage zusammen. Zeit, die im Betrieb fehlt.

Inhalt und Struktur

Der Baukasten sagt Ihnen nicht, welche Seiten Sie brauchen, damit Sie bei Google gefunden werden, und wie Sie Besucher zur Anfrage führen. Viele Baukasten-Websites sehen ordentlich aus, sind aber nicht auf Anfragen ausgelegt. Das ist kein Fehler des Werkzeugs, sondern eine Frage der Erfahrung.

Design von der Stange

Vorlagen werden tausendfach genutzt, und wer genau hinsieht, erkennt sie wieder. Anpassungen sind möglich, stoßen aber an die Grenzen der jeweiligen Vorlage.

Ladezeit

Baukästen laden häufig Funktionen mit, die Sie gar nicht nutzen. Das kann die Ladezeit auf dem Handy bremsen, wie stark, hängt von Anbieter und Gestaltung ab. Wie Sie das messen, steht in unserem Beitrag Website schneller machen.

Abhängigkeit

Ihre Website existiert nur innerhalb des Baukastens. Wechseln Sie den Anbieter oder kündigen Sie, müssen Sie die Website in der Regel neu aufbauen. Auch Preiserhöhungen müssen Sie mitgehen.

Recht und Datenschutz

Für Impressum, Datenschutzerklärung und die Einwilligung der Besucher sind Sie selbst verantwortlich. Prüfen Sie, wo der Anbieter die Daten verarbeitet und welche Dienste im Hintergrund eingebunden sind.

Was eine gute Agentur anders macht

Eine gute Agentur liefert nicht nur eine Website, sondern ein Ergebnis. Sie klärt mit Ihnen, was die Website erreichen soll, plant die Struktur, schreibt die Texte und kümmert sich um Bilder, Technik, Google und Rechtliches. Ihr Aufwand beschränkt sich im besten Fall auf ein Gespräch, ein paar Fotos und Ihre Freigabe.

Der Unterschied liegt weniger in der Technik als in der Erfahrung: Welche Fragen haben Ihre Kunden? Was muss auf der ersten Bildschirmhöhe stehen? Welche Leistungen brauchen eine eigene Seite? Wie wird aus einem Besucher ein Anrufer?

Uns ist dabei wichtig, nicht nur eine schöne Website zu bauen, sondern eine, die funktioniert. Eine Website, die gut aussieht, aber keine Anfragen bringt, ist wie ein Auto mit sportlicher Optik und viel zu kleinem Motor.

Die ehrliche Kostenrechnung

Ein Baukasten wirkt günstiger, weil nur die Monatsgebühr auf der Rechnung steht. Ihre eigene Arbeitszeit taucht dort nicht auf. Rechnen Sie sie trotzdem mit ein.

Beispielrechnung mit angenommenen Werten

Angenommen, Sie brauchen für Planung, Texte, Bilder und Einrichtung 30 Stunden, und eine Stunde Ihrer Arbeitszeit ist im Betrieb 60 Euro wert. Dann stecken allein in der Erstellung 1.800 Euro Ihrer Zeit, zusätzlich zur Gebühr des Baukastens. Setzen Sie hier Ihre eigenen Werte ein.

Dazu kommt die Frage, was die Website bringt. Eine Website, die regelmäßig zusätzliche Anfragen bringt, ist wirtschaftlich oft die günstigere, auch wenn sie in der Erstellung mehr kostet. Alle Kostenfaktoren im Überblick finden Sie im Beitrag Was kostet eine Website?

Baukasten und Agentur im Vergleich

KriteriumHomepage-BaukastenAgentur
Kosten zum Startgering, monatliche Gebühreinmaliger Betrag für die Erstellung
Laufende KostenMonatsgebühr des AnbietersHosting und Pflege, je nach Vertrag
Ihr Zeitaufwandhoch, Sie bauen selbstgering: Gespräch, Fotos, Freigabe
Texte und Strukturmachen Sie selbstübernimmt die Agentur
DesignVorlage, anpassbarauf Ihren Betrieb zugeschnitten
Sichtbarkeit bei GoogleGrundlagen vorhanden, Inhalte liegen bei IhnenStruktur und Inhalte für Google geplant
Ladezeitabhängig vom Anbieterabhängig von der Umsetzung, meist besser steuerbar
Flexibilitätinnerhalb der Grenzen des Systemsweitgehend frei
EigentumWebsite bleibt beim Anbieterje nach Vertrag, Domain und Dateien sollten Ihnen gehören
Hilfe bei ProblemenSupport des Anbieterspersönlicher Ansprechpartner

Woran Sie eine gute Agentur erkennen

Agentur ist nicht gleich Agentur. Achten Sie auf diese Punkte.

Gute Zeichen:

  • ein Festpreis mit klar beschriebenem Umfang
  • Domain und Inhalte gehören Ihnen und laufen auf Ihren Namen
  • Referenzen oder ein Entwurf, bevor Sie sich festlegen
  • ein Pflegevertrag mit überschaubarer Laufzeit
  • ein fester Ansprechpartner statt Ticketsystem

Warnzeichen:

  • Verträge über viele Jahre, bei denen Sie die Website nur mieten
  • die Domain wird auf die Agentur registriert
  • Garantien für „Platz 1 bei Google“, die seriös niemand geben kann
  • jede Kleinigkeit wird nach Stunden abgerechnet
  • Druck, sofort zu unterschreiben

Drei Beispiele aus dem Alltag

Das Café um die Ecke: Die meisten Gäste kommen zu Fuß oder über Empfehlungen. Wichtig sind Öffnungszeiten, Speisekarte und ein paar schöne Fotos. Ein gut gepflegter Baukasten kann hier reichen, solange die Speisekarte als Text auf der Seite steht und nicht als PDF. Wer zusätzlich Catering oder Feiern anbietet und darüber gefunden werden will, braucht eigene Seiten dafür.

Der Handwerksbetrieb mit acht Mitarbeitern: Er sucht Kunden für Badsanierungen und gleichzeitig Gesellen und Azubis. Gefragt sind Leistungsseiten für Google, eine Anfrage mit Fotos und eine Karriereseite mit schneller Bewerbung per Handy. Mit einem Baukasten ist das möglich, aber aufwendig. Meist rechnet sich hier eine Agentur, weil schon ein zusätzlicher Auftrag oder eine besetzte Stelle den Unterschied macht. Mehr dazu auf unserer Seite zur Karriereseite.

Die Steuerkanzlei: Hier zählen Seriosität, klare Angaben zu Schwerpunkten und ein sorgfältiger Umgang mit Daten. Mandanten erwarten eine Website, die zum Anspruch der Kanzlei passt. Eine austauschbare Vorlage wirkt dort schnell unpassend.

Wenn Sie später wechseln wollen

Viele starten mit einem Baukasten und wollen nach zwei, drei Jahren mehr. Das ist kein Problem, sollte aber bedacht sein. Die Inhalte lassen sich meist nur eingeschränkt exportieren, die Website selbst muss neu gebaut werden. Wichtig ist vor allem die Domain: Läuft sie über den Baukasten-Anbieter, sollten Sie wissen, wie Sie sie übertragen können. Und weil sich beim Wechsel fast immer die Adressen der einzelnen Seiten ändern, braucht es Weiterleitungen von den alten auf die neuen Adressen. Sonst gehen die bisherigen Positionen bei Google verloren. Wie das geht, steht in unserer Relaunch-Checkliste.

Es gibt auch Mischformen

Zwischen Baukasten und Rundum-Paket gibt es Wege dazwischen. Eine Agentur kann die Website bauen, und Sie pflegen Kleinigkeiten selbst. Oder Sie lassen nur Texte und Fotos professionell erstellen und setzen sie im Baukasten um. Entscheidend ist, dass am Ende eine Website steht, die zu Ihrem Ziel passt.

Fünf Fragen für Ihre Entscheidung

  1. Soll die Website regelmäßig neue Anfragen bringen, oder reicht eine digitale Visitenkarte?
  2. Haben Sie realistisch mehrere Arbeitstage Zeit für den Aufbau und danach für die Pflege?
  3. Macht Ihnen Gestalten und Schreiben Spaß?
  4. Wie wichtig ist es, bei Google für Ihre Leistungen und Ihren Ort gefunden zu werden?
  5. Brauchen Sie besondere Funktionen wie Terminbuchung, Bewerbungsformular oder mehrere Sprachen?

Antworten Sie bei Frage 1 mit „Anfragen“ und bei Frage 4 mit „sehr wichtig“, spricht viel für eine Agentur. Haben Sie Zeit, gestalten Sie gern und wachsen Sie vor allem über Empfehlungen, ist ein Baukasten ein guter Anfang.

Unser Vorschlag: Vergleichen Sie direkt

Sie müssen sich nicht auf Beschreibungen verlassen. Wir bauen Ihre neue Website vorab als kostenlose Vorschau, mit Ihren Inhalten. Legen Sie sie neben Ihre jetzige Website oder Ihren Baukasten-Entwurf und entscheiden Sie dann. Bezahlt wird erst, wenn die neue Website online ist.

Fragen Sie Ihre kostenlose Vorschau an oder prüfen Sie mit dem Website-Check, wo Ihre jetzige Seite steht. Wie wir vorgehen, steht ausführlich unter Website erstellen lassen.

Steilkurs-Redaktion

Wir bauen Websites für Betriebe aller Branchen, mit kostenloser Vorschau vorab. Hier schreiben wir auf, was wir dabei über Anfragen, Google und Technik lernen. Ohne Fachchinesisch und ohne Verkaufsdruck.

Zuletzt aktualisiert am . Unsere Beiträge geben allgemeine Hinweise und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung.

Kostenlose Vorschau

Lieber zeigen lassen als selbst umsetzen?

Wir bauen Ihre neue Website vorab und kostenlos. Sie sehen das Ergebnis mit Ihren Inhalten und zahlen erst, wenn sie online ist.