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Kosten und Planung

Was kostet eine Website?

Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Das hilft Ihnen nur nicht weiter. Deshalb zeigen wir, wovon der Preis tatsächlich abhängt, welche laufenden Kosten dazukommen und wie Sie Angebote sicher vergleichen.

  • 7 Min. Lesezeit
  • Steilkurs-Redaktion
Inhalt7 Abschnitte
  1. Warum es keinen Einheitspreis gibt
  2. Die sieben wichtigsten Kostenfaktoren
  3. Einmalige und laufende Kosten
  4. Grobe Orientierung: Was Websites am Markt kosten
  5. Die teuerste Website ist die, die nichts bringt
  6. So vergleichen Sie Angebote richtig
  7. So machen wir es bei Steilkurs

Warum es keinen Einheitspreis gibt

Die Frage „Was kostet eine Website?“ ist ein bisschen wie die Frage „Was kostet ein Firmenwagen?“. Ein Kleinwagen für den Kundendienst und ein ausgebauter Transporter sind beides Firmenwagen. Entscheidend ist, was das Fahrzeug leisten soll.

Bei Websites ist es ähnlich. Eine schöne Oberfläche ist schnell gemacht. Was den Unterschied macht, steckt darunter: Struktur, Texte, Technik und die Frage, ob die Seite bei Google gefunden wird und Besucher zur Anfrage führt. Wer die einzelnen Kostenfaktoren kennt, kann Angebote einordnen und vergleichen.

Die sieben wichtigsten Kostenfaktoren

1. Der Umfang

Der größte Faktor ist die Zahl der Seiten und wie viel Inhalt jede braucht. Ein Café mit Speisekarte, Öffnungszeiten und Anfahrt kommt mit wenigen Seiten aus. Eine Physiotherapiepraxis mit acht Behandlungsarten, Teamvorstellung, Kursen und Stellenangeboten braucht deutlich mehr. Jede Leistungsseite will geplant, geschrieben, bebildert und für Google aufbereitet werden.

Eine Website, die nur aus einer einzigen langen Seite besteht, ein sogenannter Onepager, ist günstiger, hat aber einen Haken: Für Google gibt es dann nur eine Seite, die zu allen Suchen passen muss. Wer bei mehreren Leistungen gefunden werden will, braucht in der Regel mehrere Seiten.

2. Die Texte

Texte werden fast immer unterschätzt. Viele Projekte verzögern sich nicht wegen der Technik, sondern weil die Texte nicht fertig werden. Sie haben drei Möglichkeiten: selbst schreiben, vorhandene Texte überarbeiten lassen oder alles schreiben lassen. Gute Texte für Websites sind kurz, konkret und auf die Fragen Ihrer Kunden ausgerichtet. Das braucht Zeit, entweder Ihre oder die eines Profis.

3. Fotos und Videos

Echte Fotos aus Ihrem Betrieb schaffen mehr Vertrauen als Archivbilder. Ob vorhandene Bilder aufbereitet werden, ein Fototermin vor Ort stattfindet oder kurze Videos entstehen, wirkt sich spürbar auf den Preis aus. Ein Fototermin rechnet sich oft doppelt, weil Sie die Bilder auch für Ihr Google-Profil, für Stellenanzeigen und für soziale Netzwerke nutzen können.

4. Das Design

Fertige Vorlagen sind günstig, sehen aber oft austauschbar aus. Ein eigenes Design, abgestimmt auf Ihren Betrieb, macht mehr Arbeit. Wichtiger als die Frage „Vorlage oder individuell“ ist allerdings, ob das Design Ihre Besucher zur Anfrage führt.

5. Funktionen

Ein Kontaktformular gehört zum Standard. Andere Funktionen erhöhen den Aufwand:

  • Online-Terminbuchung, oft über einen externen Dienst mit eigener monatlicher Gebühr
  • Bewerbungsformular mit Datei-Upload
  • mehrere Sprachen
  • Speisekarte, Produktkatalog oder Referenzgalerie, die Sie selbst pflegen möchten
  • ein geschützter Bereich für Kunden oder Mitglieder
  • ein Online-Shop mit Zahlung, Versand und eigenen Rechtstexten, was eine eigene Größenordnung ist

6. Suchmaschinenoptimierung und Google-Profil

Technische Grundlagen für Google sollten bei jeder Website enthalten sein: saubere Seitentitel, kurze Ladezeiten, eine Seite pro Leistung und strukturierte Firmendaten. Darüber hinaus kosten die Recherche der Suchbegriffe, ausführliche Inhalte für Ihre Orte und Leistungen und die Pflege des Google-Unternehmensprofils zusätzliche Arbeit. Was dazugehört, beschreiben wir auf unserer Seite zur Suchmaschinenoptimierung.

7. Recht, Datenschutz und Barrierefreiheit

Impressum und Datenschutzerklärung sind Pflicht. Sobald Dienste wie Analyse-Werkzeuge, Karten oder eingebettete Videos Daten an Dritte übertragen, braucht es in vielen Fällen eine Einwilligung der Besucher. Seit dem 28. Juni 2025 gilt außerdem das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für bestimmte Angebote an Verbraucher, etwa im Online-Handel. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sind davon in der Regel ausgenommen. Ob es Sie betrifft, sollten Sie im Einzelfall prüfen lassen. Gut lesbare, barrierearme Websites lohnen sich aber ohnehin, weil alle Besucher davon profitieren.

Einmalige und laufende Kosten

In Angeboten steht meist der Preis für die Erstellung im Vordergrund. Über die Jahre gerechnet machen die laufenden Kosten aber einen großen Teil aus. Diese Posten sollten Sie kennen:

KostenartWas dahinterstecktWorauf Sie achten sollten
Erstellungeinmalig: Planung, Design, Texte, Bilder, Technik, EinrichtungWas genau ist enthalten? Festpreis oder Abrechnung nach Stunden?
Domainlaufend: Ihre Adresse im Netz, etwa ihr-betrieb.deDie Domain sollte auf Ihren Namen registriert sein.
Hostinglaufend: der Server, auf dem die Website liegtServerstandort, Geschwindigkeit, Sicherungen, Verschlüsselung
Wartunglaufend: Sicherheitsupdates für System und ErweiterungenWer kümmert sich, wie oft, und was passiert bei einem Ausfall?
Änderungennach Bedarf: neue Öffnungszeiten, Leistungen, FotosPauschal enthalten oder nach Aufwand berechnet?
Externe Dienstelaufend: Terminbuchung, Newsletter, Shop-Funktioneneigene Verträge und Gebühren der Anbieter

Besonders bei Websites mit WordPress und vielen Erweiterungen ist Wartung kein Extra, sondern Pflicht. Ein Großteil der bekannt gewordenen Sicherheitslücken rund um WordPress steckt nicht im System selbst, sondern in Erweiterungen. Wer sie nicht aktuell hält, lädt Angreifer ein.

Grobe Orientierung: Was Websites am Markt kosten

Wichtig: allgemeine Marktwerte, keine Preise von uns

Die folgenden Spannen sind grobe Erfahrungswerte aus dem Markt. Sie schwanken je nach Region, Anbieter und Umfang stark und sind keine Preise von Steilkurs. Unseren Festpreis nennen wir Ihnen zusammen mit der kostenlosen Vorschau.

  • Homepage-Baukasten in Eigenregie: Die gängigen Tarife bekannter Anbieter liegen meist bei etwa 10 bis 40 Euro im Monat. Dazu kommt Ihre eigene Zeit, und die ist der eigentliche Kostenfaktor.
  • Freiberufliche Webdesigner: Für eine kleinere Firmenwebsite liegen Angebote häufig im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich.
  • Agenturen: Für Websites kleiner und mittlerer Betriebe bewegen sich Angebote oft im mittleren vierstelligen Bereich, bei großem Umfang auch darüber.
  • Online-Shops und Portale: deutlich mehr, oft fünfstellig, weil Zahlung, Versand, Schnittstellen und Rechtliches dazukommen.
  • Laufende Betreuung: von wenigen Euro im Monat für reines Hosting bis zu höheren Monatsbeträgen, wenn Updates, Sicherungen, Änderungen und Beratung enthalten sind.

Wichtiger als die Spanne ist die Frage, was Sie für Ihr Geld bekommen. Ein günstiges Angebot ohne Texte, ohne Fotos und ohne Grundlagen für Google kann am Ende teurer sein als ein vollständiges.

Die teuerste Website ist die, die nichts bringt

Bei der Kostenfrage geht eine Rechnung oft unter: Was bringt Ihnen die Website? Überlegen Sie, was ein zusätzlicher Auftrag, ein neuer Patient, ein neuer Mandant oder ein voller Tisch am Freitagabend für Ihren Betrieb wert ist. Wenige zusätzliche Anfragen im Jahr können den Unterschied zwischen einer billigen und einer guten Website schnell ausgleichen.

Umgekehrt gilt: Eine Website, die wenig gekostet hat, aber keine Anfragen bringt, ist kein Schnäppchen. Sie kostet jeden Monat Chancen, weil Interessenten bei Mitbewerbern landen. Woran das liegen kann, zeigt unser Beitrag Warum bringt meine Website keine Anfragen?

Versteckte Kosten, auf die Sie achten sollten:

  • Die Domain ist auf die alte Agentur registriert und lässt sich nur mühsam übertragen.
  • Jede kleine Änderung wird nach Stunden abgerechnet.
  • Die Website steckt in einem Baukasten und lässt sich nicht mitnehmen. Beim Wechsel muss alles neu gebaut werden.
  • Lizenzen für Themes und Erweiterungen laufen ab und müssen jedes Jahr neu bezahlt werden.
  • Der Vertrag läuft über viele Jahre und lässt sich nicht kündigen, obwohl die Website längst veraltet ist.

So vergleichen Sie Angebote richtig

Legen Sie die Angebote nebeneinander und gehen Sie diese Fragen durch:

  • Gibt es einen Festpreis, oder wird nach Stunden abgerechnet?
  • Wie viele Seiten sind enthalten, und welche genau?
  • Wer schreibt die Texte, wer liefert die Fotos?
  • Sind Grundlagen für Google enthalten: Seitentitel, Beschreibungen, Weiterleitungen alter Adressen, Search Console?
  • Gehören Ihnen Domain, Inhalte und die fertige Website? Bekommen Sie bei einem Wechsel alle Dateien?
  • Was kostet der Betrieb im Monat, und was ist darin enthalten?
  • Wie lange läuft der Vertrag, und wie kurzfristig können Sie kündigen?
  • Wo steht der Server? Gibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung?
  • Wie viele Korrekturrunden sind eingeplant?
  • Können Sie vorher etwas sehen: Referenzen, einen Entwurf, eine Vorschau?
  • Wann wird bezahlt: vorab, in Raten oder nach Fertigstellung?

Wenn Sie zwischen einem Baukasten und einer Agentur schwanken, hilft unser Vergleich Homepage-Baukasten oder Agentur? weiter.

So machen wir es bei Steilkurs

Wir drehen die übliche Reihenfolge um. Statt Ihnen ein Angebot zu schicken und Sie raten zu lassen, wie das Ergebnis aussieht, bauen wir Ihre neue Website vorab als kostenlose Vorschau. Sie sehen Ihre Website mit Ihren Inhalten und bekommen dazu einen Festpreis. Gefällt sie Ihnen nicht, zahlen Sie nichts. Gefällt sie Ihnen, bringen wir sie online, und erst dann kommt die Rechnung.

Das gilt auch für Gründer und kleine Betriebe: Der Festpreis richtet sich nach dem, was Sie wirklich brauchen. Eine schlanke Website mit wenigen Seiten kostet entsprechend weniger als ein großer Auftritt. Weil Sie den Preis erst mit der fertigen Vorschau bekommen, gehen Sie mit einer Anfrage kein Risiko ein.

Für den Betrieb danach gibt es eine monatliche Pflege: Hosting auf unserem Server in Deutschland, Verschlüsselung, tägliche Sicherung, technische Updates und kleine Änderungen an Texten, Bildern und Zeiten. Was genau dazugehört, lesen Sie unter Website erstellen lassen und Website-Betreuung.

Fragen Sie Ihre kostenlose Vorschau an oder prüfen Sie vorher mit dem Website-Check, wo Ihre jetzige Website steht.

Steilkurs-Redaktion

Wir bauen Websites für Betriebe aller Branchen, mit kostenloser Vorschau vorab. Hier schreiben wir auf, was wir dabei über Anfragen, Google und Technik lernen. Ohne Fachchinesisch und ohne Verkaufsdruck.

Zuletzt aktualisiert am . Unsere Beiträge geben allgemeine Hinweise und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung.

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