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Google und SEO

Google-Unter­nehmens­profil optimieren: Die Anleitung

Wer „Elektriker in der Nähe“ oder „Physiotherapie Hamm“ sucht, sieht zuerst eine Karte mit wenigen Betrieben. Ob Sie dort auftauchen, entscheidet vor allem Ihr Google-Unternehmensprofil. So holen Sie mehr heraus.

  • 7 Min. Lesezeit
  • Steilkurs-Redaktion
Inhalt13 Abschnitte
  1. Wie Google die Plätze in der Karte vergibt
  2. Schritt 1: Profil beanspruchen und bestätigen
  3. Schritt 2: Name, Adresse und Telefonnummer
  4. Schritt 3: Die richtige Kategorie wählen
  5. Schritt 4: Beschreibung, Leistungen und Öffnungszeiten
  6. Schritt 5: Fotos, die Vertrauen schaffen
  7. Schritt 6: Bewertungen gewinnen und beantworten
  8. Schritt 7: Beiträge und Neuigkeiten
  9. Schritt 8: Profil und Website verbinden
  10. Was Sie im Blick behalten sollten
  11. Die häufigsten Fehler
  12. Checkliste für Ihr Profil
  13. Fazit: Das Profil bringt die Besucher, die Website die Anfrage

Wie Google die Plätze in der Karte vergibt

Google nennt selbst drei Faktoren, nach denen lokale Suchergebnisse ausgewählt werden:

  • Relevanz: Wie gut passt Ihr Profil zur Suche? Hier zählen vor allem Kategorie, Leistungen und Beschreibung.
  • Entfernung: Wie weit ist Ihr Betrieb vom Suchenden oder vom gesuchten Ort entfernt?
  • Bekanntheit: Wie bekannt ist Ihr Betrieb? Google bezieht dabei unter anderem Bewertungen sowie Links und Erwähnungen im Netz ein.

An der Entfernung können Sie nichts ändern, an Relevanz und Bekanntheit sehr viel. Genau darauf zahlen die folgenden acht Schritte ein.

Schritt 1: Profil beanspruchen und bestätigen

Suchen Sie bei Google Maps nach Ihrem Betrieb. Oft gibt es bereits ein Profil, das Google oder Nutzer angelegt haben. Dann beanspruchen Sie dieses Profil, statt ein neues anzulegen. Doppelte Profile für denselben Betrieb schaden eher, als dass sie helfen.

Google verlangt eine Bestätigung, dass der Betrieb wirklich Ihnen gehört. Je nach Fall geschieht das per Video, Telefon, E-Mail oder Postkarte. Welche Wege angeboten werden, entscheidet Google.

Zwei Tipps aus der Praxis:

  • Legen Sie das Profil mit einem Google-Konto an, das dem Betrieb gehört, nicht mit der privaten Adresse eines Mitarbeiters. Sonst wird es beim nächsten Personalwechsel kompliziert.
  • Soll eine Agentur oder ein Mitarbeiter mithelfen, vergeben Sie Zugriff über die Nutzerverwaltung des Profils. Passwörter teilen Sie nicht.

Schritt 2: Name, Adresse und Telefonnummer

Der Name im Profil muss Ihrem tatsächlichen Namen entsprechen, so wie er auch am Schild, auf Rechnungen und auf der Website steht. Zusätzliche Suchbegriffe im Namen wie „Müller Elektro Elektriker Notdienst Hamm“ verstoßen gegen die Richtlinien von Google und können zur Sperrung des Profils führen.

Adresse und Telefonnummer sollten überall gleich geschrieben sein: im Profil, auf Ihrer Website und in Branchenverzeichnissen. Fachleute sprechen dabei von NAP, kurz für Name, Address, Phone.

Besonderheit für Betriebe, die zum Kunden kommen: Handwerker, Pflegedienste, mobile Therapeuten oder Reinigungsfirmen empfangen Kunden oft nicht am Firmensitz. Dann richten Sie das Profil als Unternehmen mit Einzugsgebiet ein, blenden die Adresse aus und geben stattdessen die Orte an, in denen Sie tätig sind. Google erlaubt bis zu 20 Einzugsgebiete und empfiehlt, dass das Gebiet nicht weiter als etwa zwei Fahrstunden vom Standort reicht.

Schritt 3: Die richtige Kategorie wählen

Die Hauptkategorie ist die wichtigste einzelne Einstellung im ganzen Profil. Sie entscheidet maßgeblich mit, bei welchen Suchen Sie überhaupt erscheinen. Wählen Sie die spezifischste passende Kategorie:

  • „Dachdecker“ statt „Bauunternehmen“
  • „Physiotherapeut“ statt „Gesundheitszentrum“
  • „Italienisches Restaurant“ statt nur „Restaurant“
  • „Steuerberater“ statt „Unternehmensberater“

Zusätzlich können Sie bis zu neun weitere Kategorien angeben. Nutzen Sie sie nur für Leistungen, die Sie tatsächlich anbieten. Ein Blick auf die Profile der Mitbewerber, die bei Ihren wichtigsten Suchen oben stehen, zeigt, welche Kategorien dort gewählt wurden.

Schritt 4: Beschreibung, Leistungen und Öffnungszeiten

Beschreibung: Sie haben bis zu 750 Zeichen. Beschreiben Sie, was Sie anbieten, für wen und wo. Schreiben Sie für Menschen, nicht für Suchmaschinen. Links und Werbesprüche gehören nicht hinein.

Leistungen: Tragen Sie Ihre Leistungen einzeln ein, gern mit einer kurzen Beschreibung. Ein Elektriker listet zum Beispiel Elektroinstallation, Wallbox-Montage, Photovoltaik und E-Check. Eine Kanzlei Steuererklärung, Lohnbuchhaltung, Jahresabschluss und Existenzgründung.

Öffnungszeiten: Halten Sie die regulären und die besonderen Öffnungszeiten aktuell, etwa an Feiertagen und zwischen den Jahren. Kaum etwas ärgert Kunden mehr als eine verschlossene Tür, obwohl Google „Geöffnet“ angezeigt hat.

Merkmale: Je nach Kategorie bietet Google zusätzliche Angaben an, zum Beispiel zur Barrierefreiheit, zu Zahlungsarten oder zu Plätzen im Freien. Füllen Sie aus, was zutrifft.

Links für den nächsten Schritt: Wo möglich, hinterlegen Sie Links zur Terminvereinbarung, zur Speisekarte oder zur Reservierung.

Schritt 5: Fotos, die Vertrauen schaffen

Profile mit echten, aktuellen Fotos wirken lebendiger und vertrauenswürdiger. Sinnvoll sind:

  • Logo und ein Titelbild
  • die Außenansicht, damit Kunden den Eingang finden
  • Innenräume: Gastraum, Praxis, Verkaufsraum, Werkstatt
  • Ihr Team bei der Arbeit
  • Ergebnisse: fertige Projekte, Gerichte, Schaufenster
  • beschriftete Firmenfahrzeuge, bei Handwerksbetrieben ein starkes Wiedererkennungsmerkmal

Laden Sie regelmäßig neue Bilder hoch, statt einmalig fünfzig. Archivbilder und Bilder mit viel Text sind keine gute Idee.

Schritt 6: Bewertungen gewinnen und beantworten

Bewertungen gehören für viele Menschen zu den wichtigsten Entscheidungshilfen in der Karte, und sie fließen in die Bekanntheit ein.

So bekommen Sie mehr Bewertungen:

  • Fragen Sie zum richtigen Zeitpunkt, also direkt nach Abschluss eines Auftrags, einer Behandlung oder eines Besuchs.
  • Machen Sie es einfach. Im Profil finden Sie einen Link zum Teilen, den Sie per E-Mail, als SMS oder als QR-Code auf Rechnung, Visitenkarte oder Tischaufsteller weitergeben können.
  • Bitten Sie grundsätzlich alle Kunden, nicht nur ausgewählte.

Was Sie nicht tun sollten: Bewertungen kaufen, selbst schreiben, mit Rabatten oder Geschenken belohnen oder den Link nur an Kunden schicken, von denen Sie Lob erwarten. Das verstößt gegen die Richtlinien von Google. Gefälschte Bewertungen können zudem rechtliche Folgen haben.

Bewertungen beantworten: Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf die positiven. Ein kurzes, persönliches Danke genügt. Bei Kritik gilt: ruhig bleiben, sachlich antworten, eine Lösung anbieten und das Gespräch nach Möglichkeit telefonisch fortsetzen. Ihre Antwort lesen nicht nur die Verfasser, sondern alle künftigen Kunden.

Wichtig für Praxen, Pflegedienste und Kanzleien

Wer einer Schweigepflicht unterliegt, sollte in einer Antwort weder bestätigen, dass die Person Patient oder Mandant ist, noch Einzelheiten nennen. Eine freundliche, allgemeine Antwort ohne Bezug auf den Einzelfall ist hier der sichere Weg.

Schritt 7: Beiträge und Neuigkeiten

Über Beiträge im Profil zeigen Sie Neuigkeiten, Angebote und Veranstaltungen. Ein Restaurant kündigt den neuen Mittagstisch an, ein Handwerksbetrieb zeigt das Projekt des Monats, eine Kanzlei erinnert an eine wichtige Frist, ein Geschäft stellt neue Ware vor. Regelmäßige Beiträge zeigen Kunden, dass der Betrieb aktiv ist.

Schritt 8: Profil und Website verbinden

Profil und Website arbeiten zusammen. Google gleicht die Angaben ab, und Kunden springen zwischen beidem hin und her.

  • Verlinken Sie im Profil die passende Seite Ihrer Website, bei mehreren Standorten die jeweilige Standortseite.
  • Zeigen Sie auf der Website dieselben Angaben zu Name, Adresse, Telefon und Öffnungszeiten.
  • Beschreiben Sie Ihr Einzugsgebiet und Ihre Leistungen auf der Website ausführlicher, als es im Profil möglich ist. Eine eigene Seite pro Leistung hilft Google, Sie den passenden Suchen zuzuordnen.
  • Hinterlegen Sie Ihre Firmendaten als strukturierte Daten im Quelltext der Website, damit Google sie eindeutig lesen kann.
  • Verlinken Sie Ihr Profil und Ihre Bewertungen auf der Website. Eine eingebettete Google-Karte überträgt Daten an Google und braucht deshalb in der Regel eine Einwilligung. Ein einfacher Link zur Routenplanung ist oft die schlankere Lösung.

Wie wir Website und Profil aufeinander abstimmen, lesen Sie auf unserer Seite zum Google-Unternehmensprofil. Für die Seiten Ihrer Website gilt dasselbe Prinzip, mehr dazu unter Suchmaschinenoptimierung.

Was Sie im Blick behalten sollten

Im Profil zeigt Google Ihnen eine Leistungsübersicht: wie oft Ihr Profil in der Suche und in Maps angezeigt wurde, wie viele Anrufe, Routenplanungen und Klicks auf die Website es gab und über welche Suchbegriffe Menschen Sie gefunden haben. Schauen Sie einmal im Monat hinein. Steigen die Aufrufe, aber nicht die Anrufe, liegt es oft an Fotos, Bewertungen oder Öffnungszeiten. Tauchen bei den Suchbegriffen Leistungen auf, die Sie gar nicht anbieten, passt die Kategorie vielleicht nicht. Und klicken viele auf Ihre Website, ohne danach anzufragen, lohnt ein genauer Blick auf die Website selbst.

Die häufigsten Fehler

  • Suchbegriffe oder Ortsnamen im Firmennamen
  • eine zu allgemeine Hauptkategorie
  • veraltete Öffnungszeiten, vor allem an Feiertagen
  • doppelte Profile für denselben Betrieb
  • unbeantwortete Bewertungen, besonders kritische
  • Zugang nur über das private Konto eines ehemaligen Mitarbeiters
  • eine sichtbare Privatadresse, obwohl dort kein Kundenverkehr stattfindet
  • unterschiedliche Telefonnummern in Profil und Website

Checkliste für Ihr Profil

  • Profil beansprucht und bestätigt, Zugang über ein Konto des Betriebs
  • Name ohne zusätzliche Suchbegriffe
  • Adresse oder Einzugsgebiet korrekt eingerichtet
  • Spezifische Hauptkategorie und passende weitere Kategorien
  • Beschreibung mit Leistungen und Orten
  • Leistungen einzeln eingetragen
  • Öffnungszeiten inklusive Feiertagen aktuell
  • Echte Fotos von außen, innen, vom Team und von der Arbeit
  • Link zur passenden Seite der Website
  • Bewertungen regelmäßig erbeten und alle beantwortet
  • Angaben in Profil und Website identisch

Fazit: Das Profil bringt die Besucher, die Website die Anfrage

Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil ist einer der günstigsten Wege zu mehr Anrufen. Seine volle Wirkung entfaltet es aber erst zusammen mit einer Website, die überzeugt, wenn jemand vom Profil aus weiterklickt. Warum Besucher trotz guter Sichtbarkeit manchmal nicht anfragen, lesen Sie im Beitrag Warum bringt meine Website keine Anfragen?

Genau diese Verbindung bauen wir: Wir erstellen Ihre neue Website als kostenlose Vorschau und stimmen sie auf Ihr Profil ab. Fragen Sie Ihre Vorschau an oder nutzen Sie zuerst den kostenlosen Website-Check.

Steilkurs-Redaktion

Wir bauen Websites für Betriebe aller Branchen, mit kostenloser Vorschau vorab. Hier schreiben wir auf, was wir dabei über Anfragen, Google und Technik lernen. Ohne Fachchinesisch und ohne Verkaufsdruck.

Zuletzt aktualisiert am . Unsere Beiträge geben allgemeine Hinweise und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung.

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